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Der einst etwas freiere Jazzer Surman wurde mit
seinem Eintritt bei ECM etwas “zahmer”, zumindest vorübergehend, wie
auch bei dieser 1979er-Produktion.
Diese Aufnahmen hat er im Alleingang eingespielt, an folgenden
Instrumenten:
Sopran und Baritone Saxophon, Bass Klarinette, Synthesizers.
Allein das erste Stück “Edges of Illlusion” ist die ganze Scheibe wert.
In 10:09 Minuten bohrt sich eine vom Synthie erzeugte Sequenz in das
Hirn , wie aus der Ferne, wegtragend, hypnotisierend, unwirklich und
doch wahr..... Darüber die Bassklarinette bestimmend,
mit dem dazukommenden Sopransax das Motiv erweiternd mit wunderschönen
Klangfolgen... Typische Folkelemente aus der
keltischen Tradition in der Surman eigenen Spielart, weitgehend ruhig
gehalten, bestimmen die ganze Platte. Da scheinen Trolle und Elfen zu
tanzen, melancholische Landschaften tuen sich auf. Überhaupt werden
Folkelemente immer wieder auf gegriffen. (Caithness to Kerry)
Eine der schönsten (in diesem Sinne) Veröffentlichungen Surman’s.
Wenngleich auch durch den Alleingang etwas unflexibel, so schafft Surman
hier eine geschlossene Stimmung, die ohne Rhythmusinstrumente mehr oder
weniger „dahinplätschert“, aber genau dieses „Dahin fließen“ macht ja
die angenehme Atmosphäre dieser Platte aus...
Wolfgang |
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