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Ich glaube, es war „I left my baby“, das Stück mit
einem Sänger, der mich voll begeisterte, und von dem ich herausfand,
dass es Jimmy Rushing war, der hier so kraft-und gefühlvoll zu Werke
ging.
„He’s five feet tall and he’s five feet wide“, so kam er aufgrund seines
Körperformats zu dem Spitznamen „Mr. Five–by-Five“.
Sicher ist er einer der Urväter des Jazzgesanges, denn der
(wahrscheinlich) 1903 geborene Rushing trat bereits ca.1925/1927 in die
Band von „Walter Page’s Blue Devils“ ein. Zwar hatte er eine Ausbildung
an Klavier und Geige, doch widmete er sich ausschließlich dem Gesang.
Weitere Stationen seines Wirkens waren dann anschließend „Bennie Moten“
ab 1929, „Count Basie“ ab 1935. Dort nahm er eine ganze Reihe Klassiker
auf wie „Good Morning Blues“ oder „Evenin’“. Er blieb
bei Basie auch bis 1950.
Ab dann nahm er selbständig mit verschiedenen
Ensembles auf und arbeitete unter anderem mit Coleman Hawkins, Dave
Brubeck, Buck Clayton, Duke Ellington.
Plattenveröffentlichungen gab es Mitte der 50er für VANGUARD und
anschließend für COLUMBIA (CBS).
Auffällig war Rushing’s kraftvolle, „Blues-Shouter“ - Stimme, mit der er
durchdringend auch in Big Bands mühelos bestehen konnte. Dabei verstand
er es , die Töne wunderbar zu formen, und er besaß ein sehr ausgeprägtes
Bluesfeeling.
Will man sich Platten anschaffen, gibt es eine ganze Reihe verschiedener
guter Zusammenstellungen über die verschiedenen, oben angesprochenen
Phasen, aus seinen Solojahren besonders „Mr. Five by Five“ der
Columbia-Jahre mit 22 Titeln und die einstige Doppel-LP „The essential
Jimmy Rushing“ mittlerweile als einfache CD, über seine Vanguard-Zeit.
Wolfgang
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