| Mitspieler: Billie Holiday - voc.
Romeo Penque - Reeds
Ed Powell - Reeds
Janet Putnam - Harp
Brad Spinney - Xylophone
Mel Davis - trpt.
Don Lamond - drums
Barry Galbraith - guit.
Bernie Glow - trpt.
Milt Hinton - bass
J.J. Johnson - Trombone
Osie Johnson - drums
Phil Bodner - Reeds
Urbie Green - Trombone
Hank Jones - Piano
Mal Waldron - Piano
Billy Butterfield - trpt.
Gene Quill - Sax
Claus Ogerman, Arranger |
Trackliste: 1. I'm a fool to want you
2. For heaven's sake
3. You don't know what love is
4. I get along without you very well
5. For all we know
6. Violets for your furs
7. You've changed
8. It's easy to remember
9. But beautiful
10. Glad to be unhappy
11. I'll be around
12. The end of a love affair
Bonustracks:
13. I'm a fool to want you
14. I'm a fool to want you
15. The end of a love affair
16. The end of a love affair
17. Rehearsing „The end of a love affair“
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Eine der ganz großen Stimmen im Jazz mit neuem
Ausdruck und Charakter, versehen mit dem morbiden Charme des Verfalls.
Billie selbst soll diese Aufnahmen zu ihren liebsten gezählt haben.
Wie auch immer, die jugendliche Stimme ihrer frühen Aufnahmen, die reife
und kraftvolle der 40er/Anfang 50erJahre war nicht mehr, hier spürt man
förmlich die Zerbrechlichkeit, die Hilflosigkeit, den Schmerz, den
Billie wie keine andere Sängerin auszudrücken vermochte.
Es ist tragisch, ergreifend und faszinierend zugleich, diesen Aufnahmen
zuzuhören.
Vom Orchesterleiter Ray Ellis recht „schwülstig“ arrangiert, wird ihre
brüchige Stimme in ein üppiges Polster gebettet, oder „...in Satin“...
Kontrovers also, diese Aufnahmen aus 1958, wo Billie noch gerade 42
Jahre alt war.
Eine gebrochene Künstlerin, die von ihrem Leben singt, von enttäuschter
Liebe, von Männern, die sie ausnutzten, für den Zuhörer ein packendes
Erlebnis, das einen unendlich traurig stimmen kann, aber das im
Gegensatz zu den Arrangements einen schon fast „überedlen-schmalzigen“
Anstrich und Anspruch erhält, mit hohem Unterhaltungswert.
Vielleicht macht das gerade den Reiz dieser ungewöhnlichen Kombination
aus.
Der Hörer mag also selbst entscheiden, ob hier versucht wurde, noch
schnelles Geld aus der scheidenden Künstlerin zu holen mit dem negativen
Effekt, daß sie eigentlich gar nicht mehr so recht singen konnte, oder
ob ihn die Emotionalität dieser Aufnahmen berührt.
Auch ich war/bin hin- und hergerissen, ob hier nun etwas wirklich
Großartiges geschaffen wurde, oder ob man das besser hätte sein lassen
sollen.
Auf jeden Fall ein wichtiges Dokument, und , während ich alle anderen
Aufnahmen Billie’s vor dieser Zeit immer hören kann, brauche ich hierzu
einen besonderen Moment, aber dann packt sie mich, diese Atmosphäre!
12 Stücke waren auf der Originalplatte, dazu gibt es 5 Bonustracks,
davon das letzte mit einer gut 10minütigen Studiounterhaltung, indem
über „The end of a love affair“ gesprochen wird.
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