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Auch Europa hat viele Jazzgrößen hervorgebracht.
Bis auf einige Ausnahmen haben es diese aber unverständlicherweise nie
zu größerem Ansehen gebracht. Der 1942 in London
geborene und in Belgien aufgewachsene Philip Catherine gehört zu jenem
Kreis, obwohl er schon von Beginn seiner Karriere an mit namhaften
internationalen Größen wie Charles Mingus, Chet Baker, Jean-Luc Ponty,
Charlie Mariano, um nur einige zu nennen, zusammengearbeitet hat.
1961 begann seine „Laufbahn“ als Gitarrist im Orgeltrio von Lou Bennett.
1971 holte ihn Jean-Luc Ponty in seine Band und im gleichen Jahr
erschien seine erste LP, „Stream“.
Mit seinem Vertrag bei WEA erschienen zwei sehr wichtige Fusionplatten,
„September Man“ und „Guitars“, bis heute leider unveröffentlicht auf CD.
Hier konnte man bereits seinen ausgeprägten lyrischen Stil erkennen und
sein Talent für ausgefallene Kompositionen entdecken. Sein Gitarrenton
klingt sehr angenehm „warm“, sehr harmonisch und swingend. Assoziationen
an Django Reinhardt und den großartigen Landsmann René Thomas werden
geweckt.
Seit jener Zeit sind regelmäßig Platten erschienen und auf vielen
Sessions und in Formationen wie Jasper Van’t Hof’s PORK PIE war
Catherine auch zu hören.
Erwähnenswert sind dann noch all’ die herrlichen Aufnahmen mit Chet
Baker, mit dem er seit 1981 zusammenarbeitet, z.B. „Rassinfosse, Baker;
Catherine“(1983), „Chet’s Choice“ (1985), „Strollin" (1985) oder sein
Auftritt mit Doldinger beim „Doldinger Jubilee“ (1975), auch im
Rockbereich wirkte er 1976 und 1978 bei FOCUS mit. (Live BBC, Con Proby).
Bei Charles Mingus hören wir ihn auf “Three or four shades of blue”.
Hier ist ein Gitarrist, der durch seine ganz eigene, oft eher
bescheidene Art, zu spielen, glänzt!
Wolfgang
Philip Catherine im Forum
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Discography (Auszug): Stream (1971)
September Man (1974)
Guitars (1975)
Babel (1980)
End of August (1982)
Transparence (1986)
September sky (1988)
Oscar (1988)
I remember you (1990)
Moods Vol. 1 (1992)
Moods Vol. 2 (1992)
Live (1997)
Guitar groove (1998)
Blue prince (2000)
Summer night (2002)
Meeting colours (2005)
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